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Neurologische Untersuchung

Zu Beginn der neurologischen Untersuchung steht immer ein ausführliches Gespräch (Anamnese) mit dem Patienten in welchem dieser Auskunft zu seinen jetzigen Beschwerden und seiner Krankheitsvorgeschichte (z.B. Vorerkrankungen und Operationen) gibt. Die Anamnese liefert wesentliche diagnostische Hinweise und zugleich Ansatzpunkte für weitere Untersuchungen. Durch gezielte Fragen zu den Angaben des Patienten erhält der Arzt weitere Informationen, die für die Klärung der Diagnose wichtig und hilfreich sind.

Die neurologische Untersuchung bildet die Grundlage der neurologischen Diagnostik, um Ausfälle und Funktionsabweichungen des Nervensystems zu erkennen. Sie gliedert sich auf in:

  die genaue Betrachtung des Patienten, um zu erkennen, ob z.B. das Gangbild oder die Haltung gestört ist oder eine Störung der
   Gleichgewichtsfunktion vorliegt


  eine kurze allgemeine internistische Untersuchung, wobei die Herzfunktion und die großen Halsgefäße sowie die Arm- und Fußpulse eine große
   Rolle spielen


  die Prüfung der Reflexe, die unwillkürlich ablaufende Reaktionen des Nervensystems auf einen Reiz sind. Mit Hilfe eines Reflexhammers können
   die so
genannten Muskeleigenreflexe oder Muskeldehnungsreflexe (z.B. Achillessehnenreflex oder Patellarsehnenreflex) ausgelöst werden.

  die Testung der Muskelkraft und der Bewegungsabläufe, wobei der den gesamte Bewegungsapparat (Wirbelsäule, Gelenke, Gliedmaßen) und die
   Muskulatur
beurteilt wird. Mit dieser Untersuchung kann man z.B. eine verminderte Muskelkraft oder eine Muskellähmung erkennen. Durch
   Halteversuche (Arm- oder
Beinhalteversuch), zum Teil mit geschlossenen Augen, können wichtige Informationen auf latente (d.h. noch nicht
   ausgeprägte) Lähmungen z.B. nach einem
Schlaganfall erhalten werden. Auch das Prüfen der Feinbeweglichkeit ist sehr aufschlussreich. Kann
   ein Patient seine Knöpfe nicht mehr schließen oder nicht
mehr richtig schreiben, kann dies mitunter der einzige Hinweis auf eine zentrale (d.h. im
   Gehirn begründete) Lähmung sein. Der Muskeltonus wird geprüft, indem
die großen Gelenke (Kniegelenk, Ellbogengelenk) langsam und schneller
   hin- und herbewegt werden.


  die Prüfung der Koordination, mit der sich ein gutes Bild vom Zusammenspiel mehrerer Muskeln machen lässt, wobei mit sogenannten
   Zielversuchen, bei denen
der Patient z.B. im großen Bogen den Zeigefinger zur Nase führen muss (Finger-Nase-Versuch). Es wird
   beobachtet, wie der Patient auch mit geschlossenen
Augen stehen und gehen kann und wie er rasche Bewegungsabläufe meistert.

  die Prüfung der kognitive Funktionen, wo höhere Leistungen des Gehirns am Beispiel von Sprache, Sprache verstehen rechnen oder
   Erkennen der Gestalt von in
die Hand gegebenen Gegenständen geprüft werden.

  die Sensibilitätsprüfung, die Aufschluss über Schmerz- und Temperaturempfinden sowie über Druck- und Berührungswahrnehmung gibt. Durch
   Reizung
der Haut wird nach Störungen der so genannten Oberflächensensibilität, durch Bestreichen der Haut mit einem Stück Zellstoff oder
   Watte nach Störungen der
Berührungsempfindung, durch spitze Gegenstände nach dem Schmerzempfinden. Das Anhalten einer kräftig
   angeschlagenen Stimmgabel an verschiedenen
Knochenvorsprüngen dient dem Überprüfen der Tiefensensibilität. Alles wird im Seitenvergleich
   bewertet.


  die Untersuchung der vegetativen Funktionen, weil das vegetative oder auch autonome Nervensystem Teil des peripheren Nervensystems ist.
   Es ist an der
Steuerung von Körperfunktionen wie Atmung, Verdauung, Puls und Schwitzen beteiligt, auf die der Mensch normalerweise keinen
   Einfluss hat. Die Prüfung wird
durch Auslösung von Rötung der Haut nach Kratzreiz, Bildung von Gänsehaut und durch genaues Erfragen der
   Blasen- und Darmfunktion, Beobachtung der
Atmung und einen kurzen Kreislauftest (Puls- und Blutdruckmessung) ergänzt.

  das Untersuchen der Hirnnerven, wobei besonders auf die Fähigkeit zu sehen, zu riechen, zu schmecken und das Hören, auf Augenbewegungen,
   Gesichtsmimik,
Schlucken und Sprechen geachtet wird. Bei Hirnerkrankungen oder Verletzungen kann die Funktion dieser Nerven gestört sein.
   Da jeder Hirnnerv eine ganz
bestimmte Aufgabe hat, kann diese mit Funktionstests überprüft werden.

  und die Feststellung des psychischen Befundes, denn bei neurologischen Erkrankungen kann auch der psychische Zustand des Patienten
   beeinträchtigt sein, sei es
durch eine eingeschränkte Merkfähigkeit, verminderte Konzentration, eine geänderte Bewusstseinslage (z.B.
   Schläfrigkeit) oder eine veränderte Grundstimmung.

 
 Im Rahmen einer neurologischen Untersuchung werden daher auch regelmäßig geistige und seelische Funktionen gegebenenfalls mit Hilfe von
Gedächtnistests
überprüft.

Je nach dem sich ergebenden Beschwerdebild müssen manchmal zusätzliche Untersuchungen, wie z.B. Labortests (Blut, Urin Hirnwasser), Ultraschall, oder Elektroenzephalografie (EEG) Elektromyografie (EMG),Elektroneurographie (NLG), evozierte Potentiale (VEP, SEP, AEP, P300, MEP),Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT) veranlasst werden, um die Diagnose zu sichern.

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Nervensonographie

Die Nervensonographie ist eine neue Untersuchungsmethode in der Neurologie, die
Erkrankungen der
peripheren Nerven direkt sichtbar macht. Voraussetzungen sind
hoch 
auflösende Ultraschallgeräte sowie eine besondere Erfahrung der Untersucher.
                                                                                      
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