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Nervensonographie

Die High-Resolution Muskel- und Nervensonographie (Nervenultraschall) ist eine neue, noch wenig bekannte Untersuchungsmethode in der Neurologie, die Erkrankungen der peripheren Nerven direkt sichtbar macht.

Diese Methode stellt eine völlig neue Sichtweise in der exakten Beurteilung sämtlicher Erkrankungen des Peripheren Nervensystems dar. Sie ist somit als Meilenstein in der Diagnostik dieser Gruppe von Erkrankungen einzuordnen.

Bis zur Einführung dieser Methode war die Sichtbarmachung der peripheren Nervenstrukturen des menschlichen Körpers nicht möglich, oder nur mit extrem hohem technischen und finanziellen Aufwand im Bereich der neurologischen Forschung durch die MR-Neurographie z. B. am Universitätsklinikum Heidelberg.

Die Nervensonographie ist heute mit verhältnismäßig geringem Aufwand in einer Fachklinik oder Praxis für Neurologie möglich, sofern hier die fachlichen und technischen Voraussetzungen entsprechend erfüllt werden.

Voraussetzung für die Durchführung der Untersuchung sind besondere anatomische Kenntnisse von Knochen-, Muskel-, Gefäß- und Nervenverlauf sowie ein spezifisches Wissen des Untersuchers. Dazu gehört eine spezielle Ausbildung des Untersuchers nach den Kriterien der DEGUM und der DGN, mit einer anschließenden Zertifizierung zur Durchführung der Muskel- und Nervensonographie.

Ideal ist die Nutzung eines hochauflösenden Ultraschallgerätes mit einer möglichst breit gefächerten Sendefrequenz. In unserer Praxis werden die Untersuchungen mit dem Sonographiegerät General Electrics (GE) Logic S8 durchgeführt. Normal ausgestattete Sonographiegeräte genügen aufgrund ihrer Auflösung und Prozessorleistung mit hierdurch verzögertem Bildaufbau nicht den Anforderungen einer qualifizierten
Nervensonographie. Rascher Bildaufbau, hohe Trennschärfe und Auflösung müssen unbedingt auch bei der zusätzlich notwendigen Benutzung und Zuschaltung des Farbduplexmodus bestehen bleiben.

Bei der sonographischen Untersuchung kann der Nerv in seinem gesamten Verlauf dargestellt und somit häufig die Ursache einer zugrundeliegenden Erkrankung erkannt werden, z. B. die Nervenkompression, ein Nerventumor, eine Nervenverletzung oder eine entzündliche Verdickung des Nerven.

Die Nervensonographie schafft oft wertvolle Informationen bei Grenzbefunden, Anomalien und anatomischen Varianten und hat daher eine hohe Bedeutung für die Wahl des Therapieverfahrens. Zusätzlich ist sie auch sehr hilfreich für eine sichere Planung bei anstehenden Operationen.

Die Untersuchungsdauer variiert und hängt vom Patienten und der Fragestellung ab. Dabei kann sich im Verlauf einer Untersuchung die Notwendigkeit der Anwendung von Zusatztechniken ergeben, so dass die Untersuchungszeit zwischen 15 und 30 Minuten betragen kann.

Fragestellungen die durch die Nervensonographie beantwortet werden können:

Karpaltunnelsyndrom: Anomalien des Nerven, Muskeln oder der Gefäße? Tendovagitis? Arthritis? Pseudoneurom?.Rezidiv? Perisistierendes KTS? OP Indikation?

Ulnarisneuropathie: Differenzierung der unterschiedlichen Typen am Ellenbogen. Neurolyse oder Verlagerung des Nerven? Läsion in der Loge de Guyon? Immunneuropathie? Tumor?

Peroneusläsion: Druckläsion? Ganglion? Immunneuropathie?

Nervenverletzung: Durchtrennung? komplett oder partiell? Neurom? Fremdkörper? Knochenfragment? Narbe?

Neuropathien und Schmerzsyndrome: Immunneuropathien? Gefäßmalforamtion? Tumor?

Plexus brachialis Läsion: Thoracic-outlet-Syndrom? Kompression oder Trunci? Tumor? Plexusneuritis?

Polyneuropathie: Nervenhypertrophie? Assoziierte Engpasssyndrome? Multiplextyp?

Sonstiges: Supinatorlogensyndrom? Tarsaltunnelsyndrom? Mortonmetatarsalgie?

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Video zur Nervensonographie


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Dr. med. Peter Schüngel
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