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Borreliose

Die Lyme-Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die fast ausschließlich von infizierten Zecken übertragen wird.

Die Krankheit verläuft typischerweise in drei Phasen, die mit unterschiedlichen Beschwerden einhergehen. Die drei Stadien müssen allerdings nicht alle durchlaufen werden. Sie können schwerer, milder und in anderer Reihenfolge auftreten. Die Diagnose ist deshalb nicht immer leicht.

Phase eins – Hautinfektion (Erythema migrans)

An der Stelle des Zeckenbisses bildet sich oft innerhalb einiger Tage bis zu etwa vier Wochen eine meist kreisrund und scharf abgegrenzte Rötung aus. In der Regel wird ihr Durchmesser langsam größer und die Mitte blasser. Weil sich die Hautveränderung in dieser charakteristischen Form ausbreitet, heißt sie auch Wanderröte (Erythema migrans). Die Wanderröte ist ein deutlicher Hinweis auf eine Lyme-Borreliose. Allerdings fehlt sie in jedem zweiten Fall.

Weitere Symptome sind Fieber, Bindehautentzündung sowie Kopf-, Muskel- und Gelenkbeschwerden. Eine rasche Therapie ist in diesem Stadium der Krankheit besonders wichtig. Denn je eher die Borreliose behandelt wird, desto eher lässt sich ein chronischer Verlauf verhindern.

Phase zwei – Ausbreitung im Organismus

Die Krankheitserreger haben sich nach etwa einem bis vier Monaten im Körper verbreitet. Ist das Nervensystem befallen (akute Neuroborreliose), können Schmerzen im Ausbreitungsbereich einzelner Nerven oder Lähmungserscheinungen auftreten, z. B. Lähmung eines Gesichtsnerven (Fazialisparese). Auch Sensibilitätsstörungen kommen vor. Seltener tritt eine Gehirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Gehirnentzündung (Enzephalitis) mit Fieber, Kopf- und Nackenschmerzen auf. Auch das Herz kann in Mitleidenschaft gezogen werden und sich eventuell in Form von Herzrhythmusstörungen bemerkbar machen.

Phase drei – Chronisches Stadium

Nach Monaten bis Jahren stellen sich Spätsymptome ein. Betroffen sind dann vor allem Gelenke, Haut und Nervensystem. Meist entzünden sich schmerzhaft einzelne Gelenke – am häufigsten die Kniegelenke – (Lyme-Arthritis). Die Beschwerden können anhalten oder in Schüben auftreten.

Vorwiegend an Armen und Beinen kann sich manchmal die Haut verändern. Sie wird dünner und verfärbt sich bläulich (Akrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer). Ein weiteres Spätsyndrom der Borreliose kann eine chronische Gehirn- und Rückenmarkentzündung (chronische Neuroborreliose) mit Lähmungen sein. Im ungünstigsten Fall kann sich die Lyme-Borreliose zu einem chronischen Leiden entwickeln. Eine über Jahre bestehende Lyme-Arthitis oder Lähmungserscheinungen können für die Betroffenen sehr belastend sein.

Im Gespräch erkundigt sich der Arzt vor allem nach den genauen Beschwerden und nach Zeckenstichen in der Vergangenheit. Oft ergibt sich daraus bereits der Verdacht auf eine Lyme-Borelliose. Viele Patienten erinnern sich jedoch gar nicht an einen Zeckenstich. Er kann auch übersehen worden sein. Manche Symptome passen ebenso zu anderen Krankheiten. Sofern ein charakteristisches, aber nicht immer vorhandenes Frühsymptom, die Wanderröte vorliegt, reicht das, um die Therapie zu beginnen.

Schwieriger ist die Diagnose bei untypischen Fällen. Blutuntersuchungen zeigen eventuell spezifische Antikörper gegen Borrelien. Allerdings bedeutet das nur, dass der Körper bereits Kontakt mit den Erregern gehabt hat. Viele Menschen haben Antikörper gegen den Krankheitserreger im Blut, auch etliche, die nie an einer Borreliose erkrankt waren oder die Infektion bereits überstanden haben.

Umgekehrt schließt das Fehlen von spezifischen Antikörpern eine Lyme-Borreliose nicht unbedingt aus. Das gilt vor allem für die frühe Phase der Krankheit. Zusätzlich können andere Krankheitserreger das Ergebnis verfälschen, also eine Borreliose anzeigen, wo gar keine ist.

Deuten die Beschwerden sehr stark auf eine Borreliose hin, dann wird unabhängig vom Ergebnis der Blutuntersuchung eine Therapie begonnen.

Sofern die Nerven betroffen sind, ist eine Untersuchung des Gehirnwassers, (Lumbalpunktion) sinnvoll. Dort kann man Hinweise auf eine Entzündung und oft auch spezifische Antikörper finden.

Je früher die Krankheit erkannt wird und je eher eine Therapie eingeleitet werden kann, desto größer sind die Heilungschancen.

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