epilepsie

  • Home
  • Therapie
  • Epilepsie

Epilepsie

Epilepsien und Epileptische Anfälle

Im Gehirn besteht normalerweise ein Gleichgewicht zwischen erregenden und hemmenden Einflüssen, die von sogenannten Neurotransmittern, also Botenstoffen zwischen Hirnzellen, geregelt werden. Kommt es zu einer plötzlichen, zeitgleichen Erregbarkeitssteigerung eines mehr oder weniger eng umschriebenen Gewebeverbandes von Hirnzellen und überwiegen die erregenden Botenstoffe eindeutig, kommt es zum Anfall.

Die Symptomatik hängt von der Größe des betroffenen Neuronenverbandes und seiner Lokalisation ab. So mannigfaltig die Ursachen von Epilepsien sind, so vielseitig sind auch die Verläufe. Der Verlauf kann sich beispielsweise auf repetitive Zuckungen (Kloni) einer Hand beschränken, wenn ausschließlich der die Hand steuernde Teil des Großhirns epileptisch erregt wird (einfach-fokal motorischer Anfall).

Die "Maximalvariante" hingegen kann ein sogenannter generalisierter (vom gesamten Gehirn ausgehender und in diesem Falle den gesamten Körper betreffender) tonisch-klonischer Anfall mit Bewusstseinsverlust (Grand mal) sein.

Es ist ein grundlegender Irrtum, dass diese Maximalvariante die einzige epileptische Anfallsform sei.

Die Formen reichen von der Oligoepilepsie mit wenigen isolierten Anfällen über viele Jahre bis hin zu dramatischen Epilepsien, die bereits im Säuglingsalter mit kaum oder nicht beherrschbaren Serien epileptischer Anfälle einhergehen.

Tatsächlich muss man sich vergegenwärtigen, wie viele Funktionen durch das Zentralnervensystem gesteuert werden und dass demzufolge die Gestalt epileptischer Anfälle abhängig vom Ursprungsort und vom Ausmaß der Erregungsausbreitung während des Anfalls von ähnlich mannigfaltigen Symptomen begleitet werden kann. Von einer Epilepsie als Erkrankung spricht man erst dann, wenn gesichert mindestens zwei spontane epileptische Anfälle abgelaufen sind, also nicht durch äußere Umstände erklärbare epileptische Anfälle eine unzweifelhafte Wiederholungsneigung haben.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die Epilepsie keine Geisteskrankheit und üblicherweise auch nicht durch einen Prozess der zunehmenden geistigen Einschränkung charakterisiert ist. Natürlich gibt es Patienten mit symptomatischen Epilepsien, bei denen aufgrund einer schwerwiegenden Gehirnschädigung neben der Epilepsie auch geistige und körperliche Behinderung bestehen. Dann aber ist die Epilepsie als ein Ast zu betrachten, der am Baum der schwerwiegenden Hirnschädigung hängt und nicht umgekehrt.

Bei einem epileptischen Anfall ist das unmittelbare Bedürfnis verständlich, durch bestimmte Handlungen dieses dramatische Ereignis zu mildern, abzukürzen oder zu beenden. Tatsächlich muss man sich aber klar machen, dass selbst generalisierte tonisch-klonische Anfälle nur in seltenen Ausnahmefällen länger als 2 Minuten dauern, eine Zeit, in der kein Medikament wirksam werden würde.

Nach einem abgelaufenen epileptischen Anfall sollte die Entscheidung, ob ein Patient notfallmäßig in eine Klinik transportiert werden muss, individuell gefällt werden. Die wichtigste diagnostische Maßnahme beim Verdacht auf eine Epilepsie das ausführliche Gespräch mit dem Betroffenen und seinen Angehörigen über die Symptomatik. Eine Elektroenzephalographie (EEG) und die neuropsychologische Testung des Patienten sind erste Untersuchungsschritte.

Bildgebende Verfahren wie Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT) sind wichtige Stützen zur Diagnosefindung.

Weitere Laboruntersuchungen sowie kardiologische Untersuchungen einschließlich EKG und die Untersuchung des Nervenwassers (Liquor), sowie eine SPECT (Single Photon Emission Computed Tomography), eine muklearmedizinische Methode, bei der dem Patienten eine radioaktive, sich schnell abbauende, hirngängige Substanz gespritzt wird und auf dieser Grundlage eine Darstellung der Durchblutung des Hirngewebes möglich ist) und eine PET (Positronenemissionstomographie, ein ähnliches Verfahren, mit dem man die Stoffwechselaktivität des Gehirns untersucht), können ergänzende Aufklärung zur Ursache bringen.

Drucken E-Mail

nervensonographie footer

Nervensonographie

Die Nervensonographie ist eine neue Untersuchungsmethode in der Neurologie, die
Erkrankungen der
peripheren Nerven direkt sichtbar macht. Voraussetzungen sind
hoch 
auflösende Ultraschallgeräte sowie eine besondere Erfahrung der Untersucher.
                                                                                      
                                                                                             informieren up

Kontakt 1

Dr. med. Peter Schüngel
Schwerpunktpraxis für neurologische Diagnostik und Therapie

Patienten der privaten und gesetzlichen Krankenkassen

Benekestrasse 15   D-32756 Detmold

Telefon
+ 49 (0) 5231 - 38888/ 38899
Fax
+ 49 (0) 5231- 933246
eMail
info(at)neurologie-nrw.de

Kontakt 2

Dr. med. Peter Schüngel
Schwerpunktpraxis für neurologische Diagnostik und Therapie

Patienten der privaten Krankenkassen 
 

Lindenstrasse 22 a   D-33175 Bad Lippspringe

Telefon
+ 49 (0) 5252 - 9371690
Fax
+ 49 (0) 5252- 9373684
eMail
info(at)neurologie-nrw.de