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Immunerkrankungen des Nervensystems

Autoimmunerkrankungen

Das Immunsystem des Menschen ist dazu ausgebildet, dass es eindringende und infektiöse Erreger erkennt und unschädlich macht.

Bei Autoimmunerkrankungen erkennt das Immunsystem irrtümlicherweise körpereigene Bestandteile als zu bekämpfenden Fremdkörper.

Die Ursache für diese Fehlfunktion des Immunsystems ist bislang nicht bekannt. Oft wird das Auftreten einer Autoimmunerkrankung jedoch mit zuvor abgelaufenen bakteriellen oder viralen Infekten in Zusammenhang gebracht.

Beispiele für Autoimmunkrankheiten sind:

  Idiopathische Thrombozytopenie (ITP) erhöhte Blutungsneigung durch Verringerung der Blutplättchenzahl
  Autoimmunhämolytische Anämie vermehrter Abbau der roten Blutkörperchen
  Chronisch idiopathische Polyneuropathie. Chronische Entzündung peripherer Nerven mit der Folge von– Lähmungserscheinungen
   der Extremitäten

  Guillain-Barré-Syndrom Entzündung peripherer Nerven mit der Folge von Lähmungen, meist beginnend an den Beinen
  Multiple Sklerose (MS). Chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems
  Myasthenia gravis. Störung der Reizweiterleitung vom Nerven auf den Muskel und dadurch belastungsunabhängig eine Ermüdung der Muskulatur,
   im
Akutstadium bis hin zur Atemlähmung
  Multifokale motorische Neuropathie (MMN). Chronische Entzündung mehrerer motorischer Nerven. Die Nervenbahnen sind durch
   die Autoimmunreaktion
blockiert. Dies äußert sich durch asymmetrischeLähmungserscheinungen der Extremitäten.
  Myositis (Dermatomyositis, Polymyositis, Einschlußkörperchenmyositis). Myositiden sind entzündliche Muskelerkrankungen teilweise
   schmerzhafter
Muskelschwäche und Abbau von Muskelmasse.
  Pemphigus vulgaris. Der Verbund von Zellen der Oberhaut (Epidermis) wird aufgelöst. Es bilden sich Blasen
  Rheumatoide Arthritis. Chronische Gelenkentzündung
  Systemischer Lupus. Entzündung von Blutgefäßen mit sehr unterschiedlichen Symptomatiken. Alle Organe können befallen werden.
   Hautsymptome wie das sog.
Schmetterlingserythem stehen im Vordergrund.
  Vaskulitiden/Kollagenosen. Entzündung von Blutgefäßwänden, mögliche direkte Schädigung der Gefäße, was bis zum Untergang des Gefäßes
   (Nekrose) führen
kann.
  Entzündliche Gefäßerkrankung bei Kindern

Ziel der Behandlung ist die Beendigung der Autoimmunreaktion.

Generell ist dies durch den Einsatz von Substanzen, die die Aktivität des Immunsystems beeinflussen (Immunmodulatoren) oder hemmen (Immunsuppressiva), möglich.

Zu den Immunmodulatoren gehören unter anderem auch Immunglobuline. Sie können das Immunsystem beeinflussen, ohne es vollständig zu hemmen. Die normale Infektabwehr wird nicht reduziert, sondern durch die zugeführten Antikörper zusätzlich unterstützt.

Immunsuppressiva, z.B. Kortikosteroide, wirken hemmend auf das gesamte Immunsystem, d.h. sie reduzieren nicht nur die Autoimmunreaktion sondern auch die normale Abwehrreaktion gegen eindringende Erreger.

Bei einer Behandlung mit derartigen Substanzen muss daher immer von einer reduzierten Infektabwehr ausgegangen werden.

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Nervensonographie

Die Nervensonographie ist eine neue Untersuchungsmethode in der Neurologie, die
Erkrankungen der
peripheren Nerven direkt sichtbar macht. Voraussetzungen sind
hoch 
auflösende Ultraschallgeräte sowie eine besondere Erfahrung der Untersucher.
                                                                                      
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