Iontophoresebehandlung

Die Iontophorese ist ein medizinisches Verfahren zur Resorption von Arzneistoffen durch die Haut unter Anwendung eines schwachen elektrischen Gleichstromes.

Dabei wird ein ungefährlicher Strom von maximal 30 mA und unterschiedlicher Frequenz erzeugt, der über mit Wasser befeuchtete Elektroden dem Körper zugeführt wird.

Die Leitungswasser-Iontophorese kann in Ein- oder Mehrzellenbädern durchgeführt werden. Bei einem 2-Zellen-Bad werden beide Behälter mit normalem Leitungswasser gefüllt und die Elektroden eingetaucht. Der Stromfluss wird über Elektroden geregelt, die mit einem Steuergerät verbunden sind. Die verwendeten Arzneistoffe müssen dabei eine elektrische Ladung haben. Nur so können sie im elektrischen Feld beschleunigt werden und somit schneller die Haut durchqueren, um dann in das Blut oder in das Gewebe zu gelangen. Dazu wird das Medikament auf feuchtes Zellstoffpapier unter eine Elektrode gebracht. Elektrisch positiv geladene Arzneistoffe (Kationen) werden unter die positive Elektrode platziert, negativ geladene Arzneistoffe (Anionen) unter die negative Elektrode.

Werden nun Füße oder Hände in das Bad eingetaucht fließt ein geringer Strom durch den Körper.

Anwendungsgebiete sind zum Beispiel:

  Rheumatische Erkrankungen
  Arthrose
  Polyneuropathien
  Schmerzhafte Lähmungen
  starke Schweißneigung der Haut (Hyperhidrose)
  Cellulite
  Karpaltunnelsyndrom
  Muskelschmerzen
  Muskelriss
  Muskelatrophie (Schwund der Muskulatur)
  Chronisch regionales Schmerzsyndrom

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