morbus alzheimer

  • Home
  • Therapie
  • Morbus Alzheimer

Morbus Alzheimer

Morbus Alzheimer (Alzheimer Krankheit)

Vergesslichkeit, Änderungen des Verhaltens und Schwierigkeiten mit alltäglichen Tätigkeiten – Alzheimer kann sich auf verschiedene Arten ankündigen Meistens ist es eine auffällige Vergesslichkeit, die vorwiegend bei den Angehörigen der Erkrankten die Frage nach einer beginnenden Demenz aufkeimen lässt. Handelt es sich bei Gedächtnisstörungen tatsächlich um Morbus Alzheimer, dann hat das Gehirn zu diesem Zeitpunkt meist schon eine über viele Jahre andauernde schleichende Veränderung durchgemacht. Im Gehirn sterben dabei unbemerkt Nervenzellen und ihre Fortsätze und Verbindungen ab und dieser Zerfall führt zum Rückgang des Hirngewebes.

Je nach geschädigtem Hirnareal lassen die dort lokalisierten Funktionen und Fähigkeiten nach und Stück um Stück schwinden das Kurzzeitgedächtnis, die Fähigkeit tägliche Routinearbeiten zu erledigen, die Orientierungsfähigkeit, die Urteilsfähigkeit und die Sprache. Gefühlsäußerungen, das Verhalten, das Erkennungsvermögen sowie die Kommunikation ändern sich.

Auch wenn die Symptome und Beschwerden eines Demenz-Kranken meist sehr vielfältig sind, lassen sich bei genauer Beobachtung doch einige charakteristische Zeichen erkennen:

•  Vergesslichkeit, Verlust des Kurzzeitgedächtnisse, später auch des Langzeitgedächtnisses (Vergessen des Geburtsdatums, Wiederholung von
   gleichen Fragen)

•  Probleme, sich sprachlich auszudrücken (passende Worte fehlen)
•  Schwierigkeiten, alltägliche Aufgaben korrekt zu erledigen
•  Nachlassendes Urteilsvermögen
•  Probleme mit der Konzentration und dem abstrakten Denken
•  Verlust der Orientierung über Zeit, Raum und Ort (wann ist Weihnachten, schläft tagsüber, ist nachts wach)
•  Falsche Zuordnung von Gegenständen und Gegebenheiten (Butter liegt im Kleiderschrank, Einkaufen im Schlafanzug)
•  Antriebslosigkeit (fehlendes Interesse für das Zeitgeschehen, Arbeit und Hobbys, Rückzugstendenzen)
•  Verhaltensänderungen (übertriebenes Misstrauen, Stimmungsschwankungen)
•  Persönlichkeitsstörungen (Entwicklung unbegründeter Ängste)

Die Alzheimer Krankheit ist ein chronisch fortschreitender Prozess, der bislang medikamentös verzögert, aber nicht dauerhaft abgewendet werden kann. Der Verlauf der Demenz kann individuell sehr unterschiedlich sein und lässt sich in drei Stadien einteilen:

Frühes Stadium

  Gedächtnis- und Merkfähigkeitsstörungen
  Probleme in der Ausführung schwieriger Tätigkeiten, Einbußen der Leistungsfähigkeit
  Stimmungsschwankungen
  Verlust an präziser sprachlicher Ausdrucksweise
  Arbeitsfähigkeit und soziale Kontakte deutlich reduziert

Mittleres Stadium

  Bis zu einem gewissem Grad ist eine selbständige Lebensführung möglich, aber zunehmend wird Unterstützung auch in alltäglichen
   praktischen Dingen benötigt

  Alle intellektuellen Leistungseinbußen verstärken sich ebenso wie die Veränderungen der Psyche und Persönlichkeit

Spätes Stadium

  Ohne fremde Hilfe ist der Bertoffene nicht mehr in der Lage zu leben. Hygiene ist allein nicht mehr möglich, das Kurzzeitgedächtnis ist fast
   völlig erloschen

  Die körperlichen Symptome und ihre Folgen verschlimmern die Situation: Krampfanfälle, Kontrollverlust über die Körperhaltung (Stürze), Blasen-
   und
Darmfunktionsstörungen sowie Schluckstörungen

Die genaue Ursache von Morbus Alzheimer ist noch nicht bekannt.

Eine Rolle scheinen auf jeden Fall die Ablagerungen des Eiweißstoffes Beta-Amyloid zu spielen, die sich bei vielen Alzheimer-Patienten im Gehirn vermehrt nachweisen lassen. Immer wieder wird auch die Frage gestellt, ob die Demenz, vor allem der Morbus Alzheimer, vererbbar ist. Dazu weiß man heute, dass das Risiko, an Demenz zu erkranken, bei Verwandten ersten Grades von Alzheimer-Patienten etwas höher ist als in der übrigen Bevölkerung.

Mit verschiedenen Tests und Untersuchungen lässt sich eine Alzheimer-Demenz relativ gut einkreisen beziehungsweise ausschließen. Die Erhebung der genauen Krankengeschichte und eine sorgfältige körperliche Untersuchung stehen zu Beginn der Diagnostik. Standardisierte Tests geben Auskunft über die intellektuellen Leistungen und Fähigkeiten. Zusätzlich gilt es abzuschätzen, wie gut der Patient noch in der Lage ist, Tätigkeiten des alltäglichen Lebens auszuführen.

Besonders bekannt sind der Mini-Mental-Status-Test (MMST), der Uhrzeit-Zeichnen-Test oder die Skala für die täglichen Aktivitäten (ADL). Blutuntersuchungen helfen, andere Demenzursachen wie z. B. Vitaminmangel, Infektionen, Vitaminmangel oder eine Schilddrüsenunterfunktion auszuschließen. Mit bildgebenden Verfahren wie Computer- oder Kernspintomografie (CT oder MRT), kann anhand der Gehirnstrukturen beurteilt werden, ob sich Hinweise für Alzheimer oder andere Demenz-Erkrankungen finden. Auch kann so eine Gefäßerkrankung des Gehirnes erkannt und Tumoren oder andere Raumforderungen ausgeschlossen werden.

Auch die Untersuchung des Gehirnwassers (Liquor) kann Aufschluss geben. Im Gehirnwasser können die spezifischen Marker (Biomarker) die typischerweise bei der Alzheimer-Erkrankung verändert sind (Beta-Amyloid, Tau-Protein) bestimmt werden.

Heilen lässt sich eine Alzheimer-Erkrankung bisher nicht.

Doch es gibt verschiedene Medikamente, die dazu beitragen können, dass die Demenz weniger rasch voranschreitet oder sich die Gedächtnisleistungen wieder verbessern.

Drucken E-Mail

nervensonographie footer

Nervensonographie

Die Nervensonographie ist eine neue Untersuchungsmethode in der Neurologie, die
Erkrankungen der
peripheren Nerven direkt sichtbar macht. Voraussetzungen sind
hoch 
auflösende Ultraschallgeräte sowie eine besondere Erfahrung der Untersucher.
                                                                                      
                                                                                             informieren up

Kontakt 1

Dr. med. Peter Schüngel
Schwerpunktpraxis für neurologische Diagnostik und Therapie

Patienten der privaten und gesetzlichen Krankenkassen

Benekestrasse 15   D-32756 Detmold

Telefon
+ 49 (0) 5231 - 38888/ 38899
Fax
+ 49 (0) 5231- 933246
eMail
info(at)neurologie-nrw.de

Kontakt 2

Dr. med. Peter Schüngel
Schwerpunktpraxis für neurologische Diagnostik und Therapie

Patienten der privaten Krankenkassen 
 

Lindenstrasse 22 a   D-33175 Bad Lippspringe

Telefon
+ 49 (0) 5252 - 9371690
Fax
+ 49 (0) 5252- 9373684
eMail
info(at)neurologie-nrw.de