synkopen

  • Home
  • Therapie
  • Synkopen und andere anfallsartige Störungen

Synkopen und andere anfallsartige Störungen

Synkopen (Ohnmachten) und anfallsartige Störungen

Im Verlauf einer Synkope verliert man in der Regel plötzlich für nur kurze Zeit das Bewusstsein. Durch die dabei entstehende Sturz- und Verletzungsgefahr sind Synkopen jedoch gesundheitsgefährdend.

Ursache ist zumeist eine durch einen Blutdruckabfall bedingte kurzzeitige Minderdurchblutung und verminderte Sauerstoffsättigung des Hirnstamms, der im Wesentlichen für die Aufrechterhaltung von Atmung und Kreislauf zuständig ist.

Synkopen kündigen sich häufig durch eine Vorphase (Prodromalstadium) an, die u. a. durch Gähnen, Übelkeit, kaltem Schweiß, Frösteln, Gesichtsblässe, Leeregefühl im Kopf, Verschwommensehen und schließlich das typische Schwarzwerden vor den Augen, gekennzeichnet ist.

Nach Ende der Synkope sind viele Patienten zunächst noch etwas verlangsamt und müde, ihre Orientierung ist aber rasch wiederhergestellt, und sie wundern sich, wie sie in die liegende Position gekommen sind.

Häufig führt ein abrupter Lagewechsel oder langes Stehen dazu, dass die Blutzufuhr zum Gehirn das Aufrechterhalten der minimal notwendigen Sauerstoffversorgung nicht mehr zulässt.

Seltener sind Synkopen bei denen äußere Reize wie z. B. Schreck, der Anblick von Blut oder Blutentnahmen zu einer so ausgeprägten Reaktion des vegetativen Nervensystems führen. Es gibt auch Synkopen, die auf einer Herzfehlfunktion oder einem Bluthochdruck im Lungenkreislauf beruhen. Synkopen, die diese Ursachen haben, können leider auch situations- und lageunabhängig auftreten. Sie sind damit wesentlich schlechter vorhersehbar und gefährlicher.

Liegt eine Fehlfunktion oder Einengung hirnversorgender Blutgefäße vor, drohen dann Synkopen, wenn diese Gefäße zusätzlich eingeengt oder funktionell behindert werden.

Nach dem Mechanismus, der zur Synkope führt, unterscheidet man zwischen:

  orthostatischen
  reflektorischen
•  kardialen
  pulmonal bedingten
  pressorischen und
  durch Gefäßwandeinengungen bedingten Synkopen

Üblicherweise reguliert sich durch den Sturz und die Bewusstlosigkeit der normale Blutstrom zum Gehirn so rasch wieder ein, dass bleibende Schäden die große Ausnahme bilden. Bei Synkopen, die auf Störungen der Herzfunktion oder der Durchblutung selbst zurückgehen, ist allerdings zu bedenken, dass diese Ursachen unter Umständen lebensbedrohliche Auswirkungen haben können.

Bei der Diagnose von Synkopen ist die aufmerksame und sorgfältige Erhebung der Krankengeschichte von großer Bedeutung. Da Synkopen häufig im Stehen passieren und daher oft mit Stürzen einhergehen, sind prinzipiell alle zu plötzlichen Stürzen mit Bewusstseinseinschränkung führenden Ursachen gegeneinander abzugrenzen.

Hierunter fallen in erster Linie:

  epileptische Anfälle
  Affektkrämpfe (durch psychische Erregung ausgelöste Krämpfe mit Atempause bei kleinen Kindern)
  Hyper- und Parasomnien (verstärktes, gelegentlich attackenartiges Schlafbedürfnis oder abnorme Aufwachphasen mit eingeschränkter
   Beweglichkeit des Körpers

   sowie eingeschränkter Orientierung)
  die transiente globale Amnesie (über Stunden dauernde Zustände eingeschränkter Orientierung und Merkfähigkeit)
  Somnambulismus (Schlafwandeln)

Zur Differentialdiagnose von Synkopen tragen verschiedene Untersuchungsverfahren bei.

Durch den sogenannten Schellong-Test, der das Blutdruckverhalten im Liegen und nach raschem Aufrichten in die Vertikale misst, lassen sich Störungen der Blutdruckregulation erfassen, die zu Synkopen führen können.

Ultraschalluntersuchungen der das Hirn versorgenden Blutgefäße und die Durchführung eines Elektroenzephalogramms (EEG), das insbesondere in der Abgrenzung zu epileptischen Anfällen Bedeutung haben kann, sind sehr aussagekräftig.

Manchmal ist auch ein Elektrokardiogramm (EKG) in Ruhe und unter Belastung und unter Umständen ein Langzeit EKG notwendig. Durch die gezielte Differenzialdiagnostik lassen sich die Auslösefaktoren von Synkopen gut erkennen.

Eine entsprechende, meist medikamentöse Langzeitbehandlung bis hin zur Implantation von Herzschrittmachern bei Herzrhythmusstörungen oder Operationen verengter Blutgefäße kann das mögliche Auftreten weiterer Synkopen deutlich reduzieren.

Drucken E-Mail

nervensonographie footer

Nervensonographie

Die Nervensonographie ist eine neue Untersuchungsmethode in der Neurologie, die
Erkrankungen der
peripheren Nerven direkt sichtbar macht. Voraussetzungen sind
hoch 
auflösende Ultraschallgeräte sowie eine besondere Erfahrung der Untersucher.
                                                                                      
                                                                                             informieren up

Kontakt 1

Dr. med. Peter Schüngel
Schwerpunktpraxis für neurologische Diagnostik und Therapie

Patienten der privaten und gesetzlichen Krankenkassen

Benekestrasse 15   D-32756 Detmold

Telefon
+ 49 (0) 5231 - 38888/ 38899
Fax
+ 49 (0) 5231- 933246
eMail
info(at)neurologie-nrw.de

Kontakt 2

Dr. med. Peter Schüngel
Schwerpunktpraxis für neurologische Diagnostik und Therapie

Patienten der privaten Krankenkassen 
 

Lindenstrasse 22 a   D-33175 Bad Lippspringe

Telefon
+ 49 (0) 5252 - 9371690
Fax
+ 49 (0) 5252- 9373684
eMail
info(at)neurologie-nrw.de